Abteilungsversammlung 2011

Neustart nach dem Ende einer Ära

 
Abteilungsversammlung beschert Personalwechsel
 
Zwei Dinge prägten die Versammlung der Tennisabteilung: Wehmut, aber auch der zuversichtliche Blick in die Zukunft. Die Wehmut gilt dem scheidenden Vorstandsduo. Wieland Wais und Kurt Müller machten ihre Drohung wahr und stellten sich nach zwölf Jahren perfekter Vereinsführung nicht mehr für den Vorsitz zur Verfügung. Zuversichtlich kann der Verein dennoch in die Zukunft blicken, denn an die Stelle des scheidenden Vorsitzendengespanns tritt nun ein anderes Duo: Axel Walther und Marcus Vögl. Beide wurden einstimmig gewählt. Das gilt auch für Stephan Kübler, der nun Axel Walther im Amt des Sportwarts folgt, und für Jürgen Fausel, der als neuer Vergnügungswart in  die Fußstapfen von Heiderose Hein tritt. Die Ämterneubesetzungen zogen weitere Rochaden im Verein nach sich: Wieland Wais und Kurt Müller werden künftig neben Isolde Stolz zum Beisitzer-Trio gehören und weiterhin die Kontakte zum Gesamtverein pflegen. Liane Wais und Petra Müller hatten nicht mehr als Beisitzerinnen kandidiert. Im Amt des Kassenprüfers rückt für 
Jürgen Fausel Ferdinand Seltenreich an der Seite von Franz Bachhofer nach.
Die scheidenden Vorstandsmitglieder wurden mit viel Applaus und herzlichen Worten verabschiedet. Hermann Collmer  betonte, dass die Zufriedenheit mit Wais und Müller heute noch ebenso groß sei wie bei Amtsantritt vor zwölf Jahren. Verschleißerscheinungen gibt es nicht. Das bestätigte auch Axel Walther. Er hatte der Chronik entnommen, dass noch kein Vorstand so lange im Amt war: „Ihr habt das Maximum erreicht.“ An Walther und Vögl ist es nun, den Rekord zu toppen.
In ihren jeweiligen Berichten beleuchteten die Ausschussmitglieder das Vereinsjahr. Vorsitzender Wieland Wais ließ sportliche und gesellige Ereignisse Revue passieren.  Als „interessante Veranstaltung“ würdigte er vor allem das Herbstevent, das Heiderose Hein diesmal im Remstal organisiert hatte. Hier wurde nicht nur die Kellerei besichtigt, sondern die Saison in „Gretels Weinkeller“ in Strümpfelbach stilecht gefeiert. „Wanderführer“ Manfred Schauppel verleitete außerdem zweimal zahlreiche Tennisfreunde dazu, die Stiefel zu schnüren und querfeldein zu laufen.  In sportlicher Hinsicht sprach der Vorsitzende von einer „gelungenen Saison“ ohne Auf- und Abstiege. Mit Ruhm bekleckert haben sich besonders die Herren 60 in der Bezirksoberliga. Im Jugendbereich ging es unter dem neuen Jugendsportwart Carlo Groß einen großen Schritt nach vorne. Abschließend dankte der Vorsitzende allen Mitgliedern und Helfern und wünschte ein erfolgreiches Tennisjahr 2011.
 
Den Bericht von Jugendsportwart Carlo Groß belegt vor allem die Erfolge in der Nachwuchsarbeit. So konnte nicht nur wieder ein Tenniscamp stattfinden, sondern für 2011 auch eine gemischte Knaben-Mädchen-Mannschaft gemeldet werden.
 
Kassier Alfred Stolz zeigte sich weniger zuversichtlich, aber dafür bibelfest. In Anlehnung ans Alte Testament sprach er die Befürchtung aus, nach sieben fetten Jahren nun vor sieben mageren zu stehen. Diese Angst fußt auf rückläufigen Einnahmen. Zieht man von den Einnahmen die Ausgaben ab, hat der Kassier gerade mal ein Plus von  149,76 Euro in der Kasse. – Zeit, über Sparmaßnahmen nachzudenken, wie er selbst zu bedenken gab. Immerhin weist der Mitgliederstand von derzeit 171 wieder leicht steigende Tendenz auf. Kassenprüfer Franz Bachhofer und Jürgen Fausel bescheinigten Stolz eine perfekte Kassenführung, woraufhin die einstimmige Entlastung erfolgen konnte.
 
 Sportwart Axel Walther zeigte sich zufrieden mit der sportlichen Situation der Abteilung. Besonderes Augenmerk legt er auf die neuen Damen 50. Da sie sich im sicheren Mittelfeld etabliert hätten, sei nun mit verschärftem Angreifen zu rechnen. Das Altersspektrum beim Eröffnungsturnier habe sich von 9 bis 65 Jahren erstreckt. – Ein Zeichen für die generationsübergreifende Beliebtheit des Tennissports.  Was das Sommertraining anbelangt, kündigte Walther an, dass die Termine im Schaukasten ausgehängt werden. Gut informieren kann man sich aber auch auf der von Christian Gaarz neu gestalteten und stets hochaktuellen Homepage mit der Adresse www.tennis-jebenhausen.de.
 
Der Technische Leiter Manfred Schauppel äußerte sich hochzufrieden mit der Qualität der Platzanlage. Lediglich Platz 5 gilt als Sorgenkind, weil er mehr einem Ackerfeld als einem Tennisplatz ähnelt. Breitensportwart Hermann Collmer berichtete Einiges vom stark ausgedünnten Hobby-Bereich. Veranstaltungs-Highlight ist hier der Schwarzbräucup. Die gesamte Vorstandsschaft wurde einstimmig entlastet.
 
Nachdem keine Anträge vorlagen, konnte die Versammlung flugs zum Thema Verschiedenes übergehen. Kontrovers diskutiert wurde hier vor allem die vor zwei Jahren mit knapper Mehrheit eingeführte Aufnahmegebühr. Nach den Erfahrungen von Kassier Alfred Stolz hat sie sich überhaupt nicht bewährt. Besonders unter den Jugendlichen mussten aus sozialen Gründen wiederholt Ausnahmen gemacht werden. Aus Gründen der Gerechtigkeit ist daher die Entscheidung schwierig, wer überhaupt im Falle einer Neuaufnahme zur Kasse gebeten werden soll. Zu bedenken gegeben wurde auch, dass andere Tennisvereine im Kreis ebenfalls auf eine Aufnahmegebühr verzichten, insofern dürfte eine Gebühr Neumitglieder abschrecken. Auf der anderen Seite wurde argumentiert, dass der Beschluss nicht vorschnell zurückgenommen werden sollte und auch eine Ursache hatte, nämlich dem Vereins-Hopping mit dauernden Ein- und Austritten einen Riegel vorzuschieben. Im Laufe der Diskussion gewannen die Gegner der Aufnahmegebühr die Oberhand. Ohne Gegenstimmen fiel schließlich der Beschluss, künftig darauf zu verzichten.
 
Abschließend wünschte der scheidende Vorsitzende Kurt Müller allen Vereinsmitgliedern auch für die Zukunft „anregende Spiele, einen schönen Sport und eine gute Gemeinschaft“.
 
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